Seit dem Jahr 2019 kursierten im Web diverse Bauanleitungen für eine Kamera, die mit einem Fisheye Objektiv den Himmel aufnimmt und über einen Kleincomputer auf eine Webseite hochlädt.
Auf Github hat der geniale Programmierer, Thomas Jacquin, freie Software dafür zur Verfügung gestellt.
Beim Vereinstreffen im März 2020 machte ich den Vorschlag, das Projekt zu realisieren.
Unser damaliger 2. Vorsitzender Axel Mesek griff ihn auf und im Juni des Jahres war unsere erste Allskycam Wirklichkeit geworden.

Axel bei der Endmontage der Kamera 2020
Bis 2024 funktionierte die Kamera, bis auf wenige Störungen, auch relativ zuverlässig. Danach kam es immer wieder zu Abstürzen des Kleincomputers, der für den Neustart den Besuch der Sternwarte notwendig machte. Als Ursache kristallierte sich die Stromversorgung über die Kabelaufwickelvorrichtung heraus. Eine Abhilfe war notwendig geworden.
Beim Besuch der Messe ATT im Mai 2025 entdeckte ich bei einem niederländischen Aussteller ein 3D gedrucktes Gehäuse für unsere Kamera mit vorinstallierter Kuppelheizung und Platz für den Kleincomputer Raspberry. Nach telefonischer Rücksprache mit meinen Mitvorständen schlug ich zu. Bei einem späteren Vereinstreffen kamen wir dann überein, dass der neue Installationsort nicht mehr der bewegliche Dachteil sein soll.
Bis zur Verwirklichung sollten allerdings noch einige Monate ins Land gehen. Bis dahin durfte die Kamera aus meinem Fenster in Wiederhofen schauen und die Stabilität der Software testen.
Im Januar war es dann soweit, Martin, Alfons, David und ich begannen mit den Vorarbeiten. Einige Tage durch Schlechtwetter unterbrochen, konnten wir am 17.1.26 unser Werk vollenden.

Martin bei der Montage der Kamerahalterung

Kamera 2.0
Die Fertigstellung kam gerade rechtzeitig, um am darauffolgenden Montag Fotos der Aurora borealis aufzuzeichnen, ein richtiges Highlight.
Die Heizung der Kamerakuppel verhindert jetzt auch zuverlässig, dass Schnee tagelang auf ihr liegen bleibt und man darauf warten muss, bis ihn die Sonne wegschmilzt.
Der Nachfolger des Kleincomputers, ein Raspberry 4B mit 4 Gb Speicher, ist deutlich leistungsfähiger und erstellt am Ende der Nacht ein Zeitraffer-Video, eine Sternspuraufnahme und ein Keogramm, das für unsere Mitglieder auf der Webseite abrufbar ist.

Sternspuren in der Aurora Nacht 19.1.26